Keywordrecherche mit kostenlosen Tools

Suchmaschinenoptimierung ist der Kern vieler Online Marketing Strategien. Vor allem Blogs sind darauf angewiesen und werden häufig nur aus SEO-Zwecken erstellt. Inzwischen gibt es unendlich viele Tools, mit denen man Optimierungen oder Keywordrecherchen vornehmen kann, doch nicht jeder Unternehmer kann es sich leisten dafür monatliche Gebühren zu zahlen. Darum habe ich hier eine Anleitung für eine solide Keywordrecherche zusammengestellt, für die du keinen Cent zahlen musst.

Was ist eine Keywordrecherche und wofür brauche ich sie?

Wenn du online gefunden werden möchtest, egal mit welcher Suchmaschine, musst du wissen, wonach deine Zielgruppe sucht. Deine Keywordrecherche ist dabei die Basis für jeden deiner SEO-Texte, sei es informativer Content, Produktbeschreibungen oder ein Blogartikel. Oft ist es aber gar nicht so einfach den genauen Wortlaut zu finden, den deine KundInnen verwenden. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob du das beste Keyword in deinem Text verwendest oder ein weniger gesuchtes Synonym.

Meine Definition der Keywordrecherche lautet:

Die Keywordrecherche ist eine Analyse der verwendeten Suchbegriffe zu einem bestimmten Thema, dessen Ziel es ist, die besten Keywords mit dem größten Potential zu finden.

Dabei geht es nicht nur darum herauszufinden, bei welchem Keyword das Suchvolumen am größten ist. Es ist auch wichtig zu betrachten, ob deine Bemühungen sich auszahlen werden. Denn es gibt Keywords mit hohem Suchvolumen, die stark umkämpft sind. Da haben es kleinere Websites oder Onlineshops sehr schwer relevante Rankings zu ergattern. Daher kann es manchmal sogar besser sein, sich auf kleinere Longtail-Keywords (Keywords ab einer Länge von drei Wörtern) zu stürzen, anstatt bei den Großen Playern mitmischen zu wollen.

Kostenlose Recherche mit den richtigen Tools

Für eine Basis-Keywordrecherche müssen keine teuren Tools angeschafft werden. Es gibt diverse (teilweise) kostenlose Tools, die dir behilflich sein können.

Diese Tools verwende ich am liebsten:

  • Google Keyword Planner: Keywordideen und Suchvolumina abrufen – in der kostenlosen Version aber nur ungefähre Werte verfügbar
  • Ubersuggest: Suchvolumina abrufen, Contentideen und Konkurrenzanalyse – in der kostenlosen Version sind drei Suchen pro Tag möglich
  • Keyword Generator: Keywords untereinander kombinieren
  • Answer the public: Fragen zu Keywords erhalten
  • Google Trends: Trends identifizieren als grobe Vorrecherche
  • Google Search Console: Identifizieren zu welchen Keywords schon gerankt wird und welche Rankings ausgebaut werden könnten.
  • Google Suggest: Suchvorschläge, die erscheinen, wenn du anfängst die Google-Suche zu verwenden.

Keywordrecherche Anleitung

Nun hast du schon einige Tools zur Hand, musst aber natürlich noch definieren, wonach du suchst. Daher solltest du dir für jede deiner Recherchen ein Briefing erstellen.

Briefing für eine Keywordrecherche

Das Briefing ist nicht nur eine gute Grundlage, wenn du selbst an einer Keywordrecherche arbeitest, du brauchst es auch, wenn du mit externen Dienstleistern zusammenarbeitest. Folgende Punkte solltest du festlegen:

  • Domain
  • Thema
  • Intention
  • Ziel (Blogartikel, informeller Content oder Shoptext?)
  • ggf. bekannte Konkurrenten

Eine Recherche kannst du zu zwei Zeitpunkten machen:

  1. Wenn du neue Keywords und Themen entdecken möchtest, die zu deiner Zielgruppe passen.
  2. Wenn du schon ein konkretes Thema ausgewählt hast, zu dem ein Text erstellt werden soll.

Keywordrecherche als Inspiration

Um auf neue Ideen zu kommen, kannst du mehrere der vorgeschlagenen Tools verwenden. Ein Tipp vorweg: suche nach Ideen für Evergreen Content, denn dieser zahlt sich für dich über einen langen Zeitraum aus.

Ein erster Anhaltspunkt kann die Google Search Console sein. Diese listet auf, für welche Keywords schon gerankt wird und wie gut die Rankings bisher ausgefallen sind. Betrachte in der Search Console, für welche Keywords Google dich schon einordnet, für die du aber noch keinen expliziten Content geschrieben hast. Oft zeigt sich da ungeahntes Potential.

Weiter geht’s dann im Google Keyword Planner. Gib dort einfach einige Begriffe ein, die zu deiner Website passen und lasse dir passende Vorschläge ausgeben. Ubersuggest von Neil Patel bietet diese Funktion ebenfalls an und berechnet dazu sogar eine SEO-Difficulty, die dir Aufschluss darüber gibt, wie leicht es ist, für das Keyword zu ranken.

Eine weitere praktische Möglichkeit ist die umgekehrte Suche mit Hilfe einer Konkurrenzseite. Du kannst beim Google Keyword Planner eine beliebige Website eingeben und dir werden passende Keywords ausgegeben.

Eine grobe Idee kann dir Google Trends geben. Auch hier kannst du einfach eingeben, worum es bei deiner Website geht und dir wird anzeigt, welche Trends es diesbezüglich aktuell in der Suche gibt. Dies kann auch aufschlussreich sein, um zu beurteilen, ob sich die Nachfrage zu dem Thema positiv oder negativ entwickelt.

Wenn du alle Informationsquellen ausgeschöpft hast, dann trage alle Keywords zusammen und wähle diejenigen mit dem größten Potential aus. Oft handelt es sich dabei erst einmal nur um ein Thema und du musst noch eine tiefergehende Recherche betreiben, um die richtige Basis für Content zu entwickeln: das Keywordset.

Keywordset für einen bestimmten Artikel erstellen

Hast du dein Thema definiert, geht es ans Eingemachte. Denn nun muss ein gutes Keywordset erstellt werden, das du als Vorlage für deinen Content verwenden kannst.

So kannst du dabei vorgehen:

  1. Recherchiere dein Thema im Keyword Planner oder auf Ubersuggest
  2. Checke die Intention der Keywords noch einmal gegen, indem du sie in der Suchmaschine eingibst. Manchmal gibt es unerwartete Fallstricke, wenn das verwendete Wort ein sogenanntes Teekesselchen ist.
  3. Finde mit Answer the public passende Fragestellungen
  4. Kopiere dir Suchvorschläge aus den Google Vorschlägen heraus
  5. Kombiniere deine Keywords mit Wörtern wie “günstig, online, kaufen, bestellen…” (relevant für E-Commerce) indem du den Keyword Generator verwendest.
  6. Trage alle Keywords in einer Tabelle zusammen und ordne sie nach den Suchvolumina.
  7. Entferne alle Keywords, die nicht passen.
  8. Markiere dein Fokus-Keyword und 2-3 weitere wichtige Keywords.
  9. Optional: erstelle eine Pivottabelle, mit der du nach verschiedenen Wörtern filtern oder Suchvolumina zusammenfassen kannst.

Und schon hast du ein Keywordset, auf dem du deinen Content aufbauen kannst.

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